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Ein Ausblick in die Zukunft: Grün liegt im Trend
Moderne Lebensbedürfnisse und steigende Qualitätsansprüche stellen höchste Anforderungen an die heutige Bau- und Raumkultur. Architekten beschäftigen sich mit den gesellschaftlichen Anforderungen und setzen diese in kreativer Planung und Gestaltung von Lebensräumen um. Immer wichtiger wird dabei die Betrachtung komplexer gesellschaftlicher Veränderungen, die sich zunehmend auch in dem Phänomen Wohnkultur widerspiegeln. Gefragt sind ganzheitliche Planungskonzepte, die effektive Lösungen im Hinblick auf humane, funktionale, baukünstlerische, technische, ökonomische sowie ökologische Aspekte aufzeigen. Diese Herausforderung erfordert ein fließendes Zusammenspiel der fachlichen Disziplinen. Der Dialog zwischen Planern, Politik, Wissenschaft und Industrie ist bereits in Gang gesetzt. Das Haus der Zukunft wird nicht nur intelligenter, sondern vor allem emotionaler. Eine von Unsicherheit geprägte Wirtschaftslage und ein globalisierter Markt bedingen Mobilität und Flexibilität des einzelnen. Damit einher geht ein wachsendes Wohlfühlbedürfnis - von Zukunftsforschern als Selfnesstrend bezeichnet - das in einer anpassungsfähigen und individualisierten Gestaltungssprache Ausdruck findet.
Wohnen als Standort der Selbstverwirklichung wird zum dominierenden Thema des Wertewandels. In den USA zeichnet sich ein neuer Lebensstiltrend ab, der mittelfristig auch in Europa Fuß fassen wird: Die Konjunktur der Exurbs, der ländlichen Gebiete hinter den suburbanen Zonen. "Gerade für junge Familien ist der Umzug aufs Land wegen der hohen Mieten und der steigenden Kriminalität interessant. Außerdem suggeriert das Landleben bessere Bedingungen für das Familienleben und mehr Nähe zur Natur", prophezeit Trendforscher Harry Gatterer in seiner Studie "Living in the future". Wer nicht auf dem Land wohnen kann, versucht, sich im städtischen Umfeld eine grüne Oase zu schaffen. Der Garten oder Balkon wird zum Refugium für gestresste Großstädter. Schrebergärten feiern ihr Comeback. Kleingartenvereine registrieren laut Zukunftsinstitut verstärkt Anfragen von jungen Städtern.
Um einer urbanen Abwanderung entgegenzuwirken, fordert die Initiative "Kostengünstig qualitätsbewußt Bauen" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung die Schaffung nachhaltiger und zukunftsfähiger Wohnmilieus. "Stadt- und Quartiersentwicklung, (...) sowie entsprechende bauliche Anpassungen der Wohnquartiere müssen Bedingungen schaffen, die es insbesondere für junge Familien mit Kindern attraktiv macht, wieder in die Städte zurückzukehren. (...) In einer alternden Gesellschaft mit zurückgehenden Bevölkerungszahlen steigern diejenigen Städte ihre Zukunftschancen, die für Familien lebenswert sind."

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