HOME Technische Regeln Material Ökologie Physiologische Eigenschaften › Unbedenklichkeit bei der Verarbeitung

Unbedenklichkeit bei der Verarbeitung

(1) Bei der Verarbeitung von Bitumen- und Polymerbitumenbahnen nach dem Schweiß- bzw. Gieß verfahren unterschreiten die gemessenen Luftkonzentrationen von Benzo(a)pyren, der Leit substanz Polyzyklischer Aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK), die Nachweisgrenze der verwendeten Analyseverfahren[1].

(2) Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die PAK-Exposition für die Arbeitnehmer bei der Verarbeitung von Bitumenbahnen den normalen Umweltbedingungen entspricht.

(3) Ergänzend zu diesen Untersuchungen wurden von der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft Messungen der Konzentrationen von Dämpfen und Aerosolen aus Bitumen auf Baustellen unter üblichen Arbeitsbedingungen vorgenommen. Die Ergebnisse sind in zwei Expositionsbeschreibungen zur Überwachung von Arbeitsbereichen "Schweißen von Bitumenbahnen" sowie "Heißverarbeiten von Bitumen im Gießverfahren zum Verkleben von Dämmstoffen und Bitumenbahnen" veröffentlicht [2]. Dabei zeigt sich, dass die ermittelten Konzentrationen von Aerosolen aus Bitumen unterhalb von 10 mg/m3 liegen, wenn die dort beschriebenen Maßnahmen eingehalten werden. Damit ist eine Gefährdung für die Verarbeiter ausgeschlossen.

Literatur:
[1] Untersuchungen des Instituts für Arbeits- und Sozialmedizin der Justus-Liebig-Universität, Gießen, veröffentlicht: Schmidt, H.: Emissionen polycyclischer, aromatischer Kohlenwasserstoffe beim Verarbeiten von Bitumen und Polymerbitumen-Bahnen, Bitumen 2/1992 u. 2/1993.
[2] Expositionsbeschreibungen zur Überwachung von Arbeitsbereichen "Schweißen von Bitumenbahnen", Handbuch Bauchemikalien, Ecomed Verlag, Landsberg und http://www.gisbau.de/bitumen.html.