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Windlasten

Dachabdichtungen und die dazugehörigen Schichten sind gegen Abheben durch Windlasten zu sichern. Die Festlegung der Windlasten erfolgt nach [[DIN 1055-4|DIN 1055 Einwirkungen auf Tragwerke Teil 4: Windlasten]].
Die nachfolgenden Ausführungen beruhen auf [[DIN 1055-4|DIN 1055 Einwirkungen auf Tragwerke Teil 4: Windlasten]]:2005-03.

Die Größe der Windbelastung für Dachabdichtungen ist abhängig von

  • der Lage des Gebäudes
  • der Gebäudehöhe
  • der Gebäudeart
  • der Dachform
  • der Dachneigung
  • den Dachbereichen
  • der Unterlage.

Die auf die Außenfläche eines Bauwerkes einwirkende Windkraft berechnet sich wie folgt:
we=cpe x q(ze)

Dabei bedeuten:
cpe der aerodynamische Beiwert für den Außendruck
ze die Bezugshöhe
q der Geschwindigkeitsstaudruck

Deutschland ist in vier Windzonen eingeteilt (siehe Abbildung 15). Aus den Windzonen ergibt sich der Geschwindigkeitsstaudruck q.

Bei nicht schwingungsanfälligen Gebäuden ohne Innendruck darf der Geschwindigkeitsstaudruck vereinfachend nach Tabelle 9 ermittelt werden.


Tabelle 9: Vereinfachte Geschwindigkeitsstaudrücke
Auszug aus Tabelle 2 DIN 1055-4:2005-03*


Lupe
* Wiedergegeben mit Erlaubnis des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. Maßgebend für das Anwenden der DIN-Norm ist deren Fassung mit dem neuesten Ausgabedatum, die bei der Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin, erhältlich ist.

Für die Küstenregionen, in küstennahen Gebieten in einem Streifen entlang der Küste mit 5 km Breite landeinwärts sowie die Ost- und Nordseeinseln gelten höhere Geschwindigkeitsstaudrücke.


Abbildung 15: Karte der Windzonen (aus DIN 1055-4)*


Lupe
* Wiedergegeben mit Erlaubnis des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. Maßgebend für das Anwenden der DIN-Norm ist deren Fassung mit dem neuesten Ausgabedatum, die bei der Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin, erhältlich ist.

Als nicht schwingungsanfällig gelten in der Regel Wohn-, Büro- und Industriegebäude mit einer Höhe bis zu 25 m und ihnen in Form oder Konstruktion ähnliche Gebäude.

Flachdächer werden in vier Bereiche eingeteilt:

F: Ecke
G: Außenrand
H: Innenrand
I: Innenbereich

Als Flachdächer gelten Dächer mit einer Neigung = 5° (= 8,7 %).

Die Aufteilung erfolgt nach folgendem Muster. Dabei wird jede vom Wind angeströmte Seite jeweils separat betrachtet.


Abbildung 16: Einteilung der Dachflächen (aus DIN 1055-4)*


Lupe
* Wiedergegeben mit Erlaubnis des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. Maßgebend für das Anwenden der DIN-Norm ist deren Fassung mit dem neuesten Ausgabedatum, die bei der Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin, erhältlich ist.

Die Außendruckbeiwerte für Flachdächer können ebenfalls vereinfachend nach Tabelle 10 ermittelt werden.


Tabelle 10: Außendruckbeiwerte für Flachdächer
Auszug aus Tabelle 4 DIN 1055-4:2005-03*


Lupe
* Wiedergegeben mit Erlaubnis des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. Maßgebend für das Anwenden der DIN-Norm ist deren Fassung mit dem neuesten Ausgabedatum, die bei der Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin, erhältlich ist.

Abgerundete und abgeschrägte Traufbereiche wirken lastmindernd und können nach [[DIN 1055-4|DIN 1055 Einwirkungen auf Tragwerke Teil 4: Windlasten]] abweichend berechnet werden.

Bei Gebäuden über 25 m Höhe, bei Gebäuden in exponierter Lage, bei Gebäuden mit Innendruck sowie bei frei stehenden Dächern gelten abweichende Regelungen.

Innendruck ist bei Gebäuden mit nicht unterteiltem Grundriss, wie z. B. Hallen, mit einem Öffnungsanteil der Außenwände über 1 % (0,6°) nachzuweisen.